Unikate mit Hand gefertigt
Stachel, der von seiner Tochter Monika Enzinger, Vorsitzende der Ingolstädter Kolpingsfamilie vorgestellt wurde, berichtete zunächst über seinen Werdegang, wie er 1958 als Jugendlicher seine Ausbildung begonnen hatte und 1968 schließlich die Meisterschule besuchte. Dazwischen lagen zehn Jahre intensiver Ausbildung, in der Stachel die Arbeit mit Metall als echte Kunsthandwerk – oder Handwerkskunst erlernte. So zeigte er, wie eine Gießkanne entstanden ist und eine Vase, die er seinen Kindern zur Hochzeit schenkte.
Zur Herstellung der Kupfergießkanne stellte Stachel unter anderem dar, wieviel Geschick es brauchte das recht dünne Rohr und den kunstvollen Henkel zu erstellen.
Ausführlicher zeigte er, wie er durch Treiben, Weiten und Einziehen von Kupferblech die Vase erstellte. So bearbeitete er zunächst das Blech mittels eines Kugelhammers auf Lindenholz und erzeugte so die Schalenform. Zu weiteren Erstellung ist immer wieder ein Erhitzen (Ausglühen) mittels eines Lötkolbens notwendig. Dabei bildet sich Kupferoxyd, das abblättert, der sogenannte Zunder. Am Schluss wird dann die Vase vom Zunder und anderen Verunreinigungen gereinigt. Dazu verwendet man zehnprozentige Schwefelsäure.
Insgesamt dauert ein solcher Arbeitsprozess rund 40 Stunden verriet Stachel am Schluss seines Vortrags.


Kunstwerke in der Ausstellungsvitrine


Johann Stachel

