#blickPUNKT KOLPINGSFAMILIE | Wir feiern 150 Jahre Fahnenweihe

Unter dem Präsidium des 9. Präses, Militärkurat Jakob Gratzmeier, feiert der Ingolstädter Gesellenverein am 30. November 1873 eine Fahnenweihe. Abordnungen der Gesellenvereine von München, Eichstätt, Neuburg, Pfaffenhofen und Geisenfeld nahmen daran teil.
Termin
30.11.23

 

Präses Gratzmeier hielt die Festrede und definierte dabei auch das dreifache Ziel der katholischen Gesellenvereine. Er sagte: "Der katholische Gesellenverein will der Kirche gute Christen, der Familie tüchtige Hausväter und dem Staate treue Bürger erziehen." Wegen dieser Zielsetzung durften sich die katholischen Gesellenvereine auch rühmen, "S. Majestät den König als erhabenen Protektor zu besitzen". Bei dieser Feststellung forderte er die Festversammlung auf, ein dreifaches Hoch auf König Ludwig II. auszubringen, "was begeistert geschah". 

Nach der Nationalhymne wurde die Absendung eines Huldigungstelegramms nach Hohenschwangau beschlossen. Darin versicherten die Versammelten den "allergnädigsten König und Herrn ihrer unverbrüchlichen Treue und unerschütterlichen Anhänglichkeit an das erhabene tausendjährige angestammte bayerische Herrscherhaus". 

Tags darauf traf auf telegraphischem Wege die "allergnädigste Antwort" an den "Herrn Militärkurat Gratzmeier in Ingolstadt" ein.

Sie lautete: "Seine Majestät der König sendet den bei der gestrigen Fahnenweihe betheiligten Gesellenvereinen für die telegraphisch gemeldete Ovation huldreichen Dank und Gruß.

In allerhöchstem Auftrage: Eisenhart S.M.Sekretär."